8.6. Welttag der Ozeane

Veröffentlicht von Wasserforum Bremen am

Die Erde wird nicht umsonst als „Blauer Planet“ bezeichnet, sind doch mehr als 70% der Erde von Wasser bedeckt. Vielleicht wäre „Wasser“ statt Erde daher auch der passendere Name?

Die Bedeutung der Ozeane für die klimatischen Prozesse auf der Erde, für ökologische Systeme, für die Entstehung von Leben generell, kann nicht groß genug geschätzt werden.

Der Welttag der Ozeane am 8. Juni macht auf die Wichtigkeit der Weltmeere aufmerksam und zeigt auf, welchen Gefahren sie ausgesetzt sind. Schlagworte sind hier Klimawandel, Verschmutzung und Überfischung.

Banda Aceh, Aceh Province, Indonesia

Ein Viertel aller vom Menschen verursachten Kohlendioxidemissionen werden von den Weltmeeren absorbiert. Allerdings machen die Klimaveränderungen den Ozeanen auf verschiedene Weise Probleme: Erwärmung und Versauerung, Sauerstoffverlust – all dies führt dazu, dass die sensiblen Ökosysteme gestört werden, Arten verschwinden und die Ozeane ihren wichtigen Funktionen im Klimasystem der Erde nicht mehr voll nachkommen können. Davon sind schon jetzt auch Menschen betroffen, die beispielsweise auf das Meer als Nahrungsquelle angewiesen sind.

Zudem verseuchen schon heute mehr als 100 Millionen Tonnen Abfall die Weltmeere. Bis 2050 könnte laut den Vereinten Nationen mehr Plastik als Fische in den Ozeanen schwimmen. Auch an den Stränden der Nordsee sind unzählige Müllteile zu finden. Aus einem Bericht des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) geht hervor, dass auf 100 Metern Strandabschnitt 389 Müllteile zu finden sind, davon fast 90 Prozent aus Plastik. Über Flüsse aus dem Landesinneren, also auch aus Bremen und Niedersachsen, gelangt der Müll erst dorthin. Wie kann also Müll vermieden werden? Einzelpersonen können unverpackt einkaufen und Abfall nicht unachtsam in die Natur werfen. Aber vor allem ist die Politik gefragt, um Druck auf Wirtschaft und Industrie auszuüben. Da weltweit 80 % aller Abwässer ungeklärt in die Umwelt fließen, also auch in Flüsse, gelangen auf diesen Wasserwegen auch Schadstoffe, Schmutz und Unrat aller Art in die Meere.

Und natürlich schaden auch Überfischung, Tiefseebergbau oder die Zunahme des Schiffverkehrs für Transport, Militär und Kreuzfahrten den Ozeanen.

Ein Welttag für Ozeane ist also wichtig, um auf die Missstände aufmerksam zu machen, die Bedeutung der Ozeane für uns alle anzuerkennen und entsprechende Schritte zu unternehmen, um die Weltmeere zu schützen. Immer noch sind die Weltmeere die am wenigsten geschützten Gebiete der Erde. Von den vereinten Nationen wurde vereinbart, bis 2020 mindestens 10 Prozent der Meeresflächen als Schutzgebiete auszuweisen. Der Schutz des Lebens unter Wasser ist auch im Ziel 14 der UN Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung festgelegt. Für den Weltozeantag 2020 lautet die Forderung der globalen Bewegung für den Schutz der Ozeane und an die führenden Politiker*innen: Bis 2030 30% der Ozeane umfassend zu schützen. Und wir alle können mitmachen und die 30×30-Petition zum Schutz der Ozeane unterzeichnen und auch andere dazu animieren:

https://www.campaignfornature.org/petition/?SQF_WOD=%3Cworldoceansday%3E

Denn: Saubere und geschützte Ozeane gehen uns alle etwas an.

Mehr Infos

https://worldoceansday.org/

https://17ziele.de/ziele/14.html

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