Mai 2014

Filmaktion zum European Maritime Day (EMD)

Im Mai wird der European Maritime Day (EMD) in Bremen stattinden. Das Wasserforum hat sich dies zum Anlass genommen in Kooperation mit dem city46 zwei themenbezogene Filme zu zeigen. Unterstützt wird diese Aktion durch den Senator für Umwelt, Bau und Verkehr.

Der letzte Fang “ – ein Dokumentarfilm von Markus CM Schmidt, 2012

Von Fischernetzen im Mittelmeer bis zur Thunfischauktion in Japan. In „Der letzte Fang“ reisen wir um die ganze Welt und erkunden die Abgründe der Überfischung – ein düsteres Geschäft, das unter starkem Druck steht und letztendlich etliche Arten bedroht. Zwei Fischerteams aus der südfranzösischen Küstenstadt Séte werden bei ihrer Arbeit begleitet. Unterschiedliche Traditionen unterscheiden die zwei Teams voneinander; und während eines der Familienunternehmen unter den strengen Auflagen des Thunfischfangs ums Überleben kämpft, zieht das andere seinen Nutzen aus Gesetzeslücken. Eine dieser Lücken ermöglicht es, an Libyens Küsten illegal zu fischen.

Außerdem begleitet das Filmteam den Fischfang-Experten Robert Mielgo, der sich seit langem gegen die Überfischung einsetzt. Die Tatsache, dass Robert Mielgo einst selbst auf der düsteren Seite dieser Industrie arbeitete und an Libyens Küsten illegal fischte, gibt der Geschichte eine besondere Brisanz. Mielgo entschied sich allerdings die Seiten zu von einem zynischen und rücksichtslosen Kriminellen zu einem engagierten Umweltschützer zu wechseln. Mit dem Wissen aus seiner Vergangenheit kämpft er in einem Wettrennen gegen die Zeit.

Neben einer klugen Erzählstruktur und geschickten Verknüpfungen der Recherche-Ergebnisse besticht DER LETZTE FANG vor allem durch die Kraft seiner Bilder und eine ausgereifte cineastische Bildsprache.

Das Kino city 46 zeigt den Film am Montag, 5.5. 20.00 Uhr in Gegenwart des Filmemachers Markus CM Schmidt und Vertreterinnen des Wasserforums Bremen, Aktive beim zivilgesellschaftlichen Bündnis zum Europäischen Tag der Meere

Weitere Vorstellungstermine (jedoch ohne Markus CM Schmidt):
Do. 1.5., 20.30 Uhr, Sa. 3.5. 18 Uhr, Di. 6.5. 18 Uhr

Ort: city46, Birkenstraße 1

Eintritt: 7€/5€

Versenkt und Vergessen: Atommüll vor Europas Küsten, 2013

Umweltaktivisten versuchten seit den 70iger Jahren, die Verklappung von Atommüll auf hoher See zu verhindern. Doch die Atomfrachter gewannen immer. Fässer mit radioaktiven Abfällen wurden einfach über Bord geworfen. Als die Öffentlichkeit erfuhr, was da auf See geschah, gewannen die Umweltorganisation Greenpeace ihren Kampf. Heute sind die mehr als 100 000 Tonnen radioaktiver Abfälle, die auf dem Meeresgrund vor Europa liegen, vergessen. Die Filmemacher Thomas Reutter und Manfred Ladwig haben sich mit einem Schiff und Spezialausrüstung auf die Suche nach den versenkten Atommüllfässern gemacht.

Seit 1995 ist es zwar weltweit verboten, Atommüll von Schiffen aus ins Meer zu kippen. Es ist aber immer noch erlaubt, radioaktives Abwasser von Land aus ins Meer einzuleiten. Und genau das geschieht jeden Tag. Wiederaufbereitungsanlagen pumpen flüssigen Atommüll in die Irische See und in den Ärmelkanal. Die Langzeitfolgen der atomaren Meeresverschmutzung sind weitgehend unbekannt. Das es darüber kaum Informationen gibt, ist kein Zufall: Die wahre Aktenlage wird geleugnet, heruntergespielt oder verheimlicht. Die Verantwortlichen beschönigen seit Jahren das wahre Ausmaß der Gefahren, die von dem versenkten und vergessenen „Atomendlager“ im Meer ausgehen.

Das Kino city 46 zeigt den Film am Dienstag, den 6.5. 20.30 Uhr in Gegenwart von Vertreterinnen des Wasserforums Bremen, Aktive beim zivilgesellschaftlichen Bündnis zum Europäischen Tag der Meere

Weitere Vorstellungstermine:
Fr. 2.5. 18 Uhr, So. 4.5. 18 Uhr

Ort: city46, Birkenstraße 1

Eintritt: frei