November 2016

Projekt „Grüne Schule“ in Bamiyan, Afghanistan verwirklicht

Am Samstag, den 3. September 2016, eröffneten BORDA und Delegierte afghanischer Regierungsbehörden (NEPA, MRRD, MEW), das United Nations Envrionment Program (UNEP), lokale Partnerorganisationen (HELP eV, COAM) sowie Gemeindeälteste aus der Region die neu eingerichteten sanitären Anlagen der Khushkak-Schule in Bamyan, Afghanistan.

Die Schule befindet sich in einer ländlichen Umgebung und bietet 380 Studenten (Mädchen und Jungen) aus neun verschiedenen Dörfern eine Schulbildung. Die bisherige Zustand der Sanitäranlagen war relativ unhygienisch und die Wasserversorgung unzureichend. Mit der finanziellen Unterstützung des UNEP und in enger Zusammenarbeit mit der NEPA (National Environmental Protection Agency) führten BORDA und ihre Partner ein Wasserversorgungssystem mit solarbetriebenen Wasserpumpen ein, bauten die Wasch- und Trinkwassereinrichtungen und erneuerten die Schultoiletten. Darüber hinaus wurden die Schüler in richtige Techniken zum Händewaschen eingewiesen und es wurde ein Green-Community-Team, bestehend aus Lehrern und Schülern, gegründet, um ein solides Abfallmanagement-System umzusetzen und die Begrünung des Schulhofs durch das Pflanzen von Bäumen, Gras und Blumen zu organisieren.

 

Streaming Tipp: Before the Flood

Before the Flood ist ein US-amerikanischer Dokumentarfilm von Fisher Stevens nach einem Drehbuch von Mark Monroe, der am 9. September 2016 im Rahmen des Toronto International Film Festivals seine Premiere feierte. Im Film äußern sich prominente Führer und Politiker, mit denen sich der Schauspieler Leonardo DiCaprio trifft, zu den Folgen des Klimawandels. Hierzu gehören der Generalsekretär der Vereinten Nationen Ban Ki-moon, der ehemalige US-Präsident Bill Clinton, sein derzeitiger Amtskollege Barack Obama und sein Außenminister John Kerry, aber auch Papst Franziskus.

Der Film wirft einen Blick darauf, welche Auswirkungen der Klimawandel auf die Umwelt hat und was die Gesellschaft tun kann, vom Aussterben bedrohte Tierarten zu erhalten, aber auch die Ökosysteme und die Gemeinschaften von Urvölkern auf dem ganzen Planeten. DiCaprio  kommt darin mit einigen der weltweit führenden Wissenschaftlern und einflussreichen Führern und Politikern der Welt zusammen, um mit ihnen darüber zu sprechen, was gegen den Klimawandel getan werden könnte. Er spricht hierbei auch über den Einfluss der Unternehmen auf die Politik, dabei mit einem Wirtschaftswissenschaftler der Harvard University. Er reist im Film um die Welt, um zu erfahren, wie andere Länder wie China und Indien mit dem Klimawandel umgehen, und um Informationen aus erster Hand über dessen Auswirkungen zu bekommen.

Der Film zeigt zum Beispiel, wie die grönländische Eisschmelze eine Farbänderung der Region bewirkt, wodurch diese die Sonne nicht mehr reflektiert, sondern diese absorbiert und so von einem Reflektor zu einem Wärmespeicher wird. Hiernach wird das weit entfernte Miami Beach in Florida besucht, wo man versucht, durch eine Erhöhung der Straßen gegen die Folgen eines ansteigenden Meeresspiegels anzukämpfen. Bei der NASA lässt sich DiCaprio von Piers Sellers Modelle zu Meeresströmungen zeigen. Des Weiteren besucht er Ölsand-Vorkommen in Kanada und die Regenwälder Sumatras, die aufgrund der Rodung für den Anbau von Ölpalmen, die in der Nahrungs- und Kosmetikindustrie verwendet werden, vor ihrer Zerstörung stehen.

 

Rückblick: Veranstaltung zum palästinensisch-israelischen Wasserkonflikt, 8.11.2016

Am Dienstag abend, 8.11.2016, referierte der Hydrogeologe und Wasserspezialist Clemens Messerschmid im Überseemuseum Bremen in seinem Vortrag „Bis zum letzten Tropfen“ über die Wasserkrise in Palästina und den palästinensisch-israelischen Wasserkonflikt. Er lebt und arbeitet seit fast 20 Jahren in Ramallah. Messerschmid berichtete über die vergangene und aktuelle Situation der Wasserverfügbarkeit in Palästina, den Konflikt mit Israel und die ungleiche Verteilung der vorhandenen Ressourcen. Außerdem klärte er Wassermythen auf, z.B. „Israel ist ein trockenes Land.“ Der Hydrogeologe stellte heraus, dass unter Verwendung wissenschaftlicher und offizieller Daten die Wasserkrise keine natürliche, keine technische und keine klimatisch bedingte sei, sondern eine politische. Zum Ende stellte er die Rolle der „Geber“ (für sog. Entwicklungsprojekte) in Frage und kritisierte deren Inhalte, Planung und Umsetzung (wenn überhaupt möglich). Geberländer besäßen nicht den Mut, die kritische Wassersituation politisch und damit gerechter zwischen Konfliktparteien anzugehen. Im Anschluss an den interessanten Input gab es zahlreiche Fragen und Raum zur Diskussion.

Veranstalter: Deutsch-Palästinensische Gesellschaft Bremen e.V./ AK-Nahost-Bremen/ Israelisches Komitee gegen Hauszerstörung (ICAHD)/ Bremer Friedensforum/ Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz) / Wasserforum Bremen

 

Oktober 2016

UNICEF verteilt Trinkwasser an der Front zu Mossul

Krise im Irak

In der Stadt Al Houd südlich von Mossul hat UNICEF Trinkwasser verteilt, nachdem diese wieder unter Kontrolle der irakischen Sicherheitskräfte steht. Rund 3.000 Kinder und ihre Familien zwischen den Frontlinien haben so erstmals Unterstützung erhalten. „Dies mag nur wie ein kleiner Fortschritt aussehen, aber er bedeutet echte Erleichterung für Kinder und ihre Familien, die schon so lange gelitten haben“, sagte der Leiter von UNICEF Irak, Peter Hawkins.

Die Bewohner von Al Houd haben mehr als zwei Jahre lang unter Kontrolle des so genannten islamischen Staates gelebt. Viele von ihnen sind krank, da sie in den vergangenen Wochen verschmutztes Wasser aus dem Fluss trinken mussten. Sie haben sich nie sicher gefühlt. „Wir hatten Angst und haben gehungert. Ich hatte Angst um meine vier Töchter. Ich habe befürchtet, dass sie sie mitnehmen, wie sie es in anderen Dörfern gemacht haben“, sagt Zainab, die mit ihren Kindern auf der Flucht vor der Gewalt ist. „Mein Sohn ist erst sechs Jahre alt, der interessierte sie nicht. Aber ältere Jungen wurden rekrutiert oder dazu gebracht, als Spitzel zu arbeiten.“

UNICEF rechnet, dass allein in den ersten zwei Wochen des Vormarsches bis zu 200.000 Menschen vor den Kämpfen fliehen könnten. In Erwartung einer schweren humanitären Krise hat UNICEF Lager mit lebensnotwendigen Hilfsgütern angelegt sowie mobile Teams zur Versorgung traumatisierter und verletzter Kinder organisiert.

August 2016

BORDA: Einweihungsfeier der neuen Büroräumlichkeiten

Mitglieder, Freundinnen und Freunde BORDAs sowie namhafte Gäste aus Politik, Presse und Handwerk folgten am vergangenen Freitag der Einladung und fanden sich in den neuen Räumen Am Deich 45 ein – mit Blick auf die Weser, passend zu unserem Hauptarbeitsbereich Wasser.

Nach dem im Frühjahr erfolgten Umzug in die neuen Büroräume, fand nun am 12. August die offizielle Einweihungsfeier des neuen Headquarters der BORDA statt. Das rasante, erfolgreiche Wachstum der BORDA in den letzten Jahren – nicht nur in den Regionen sondern auch im Bremer Headquarter – hatte dazu geführt, dass die Räume in der Fahrenheitstraße für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu eng wurden. Das Büro Am Deich bietet nun mit seinen hellen Büroräumen und mehreren Besprechungszimmern sowie der gemütlichen Gemeinschaftsküche genau die richtige Basis für die dynamische und zukunftsorientierte Arbeit unseres Teams.

Die Feier bot mit der Pressekonferenz, einer Ansprache unseres Geschäftsführers Stefan Reuter sowie des Vorstandsmitglieds Joachim Klaembt Gelegenheit zu regem Austausch rund um BORDA, das Thema Wasser und Entwicklungszusammenarbeit gestern, heute und morgen. Die Ausstellung „water matters“ der Hamburger Fotografin Julia Knop, mit eindrucksvollen Bildern aus Indien sowie Livemusik der australischen Musiker „Kaurna Cronin“ rundeten das Event ab.

Neun Millionen für Regenwürmer

Wirken im Verborgenen

 

Wasser für die Kinder in Aleppo

Die Kinder in Aleppo schweben in Lebensgefahr.
Sie alle leben jeden Tag zwischen tödlichen Gefechten. Seit einigen Tagen ist zudem die Wasserversorgung eingebrochen, das Essen wird knapper, viele Mädchen und Jungen hungern. Die ohnehin schon geschwächten Menschen vor Ort brauchen uns dringend – jetzt und sofort.
Besonders dringend ist die Wiederherstellung des Stromnetzes in den umkämpften Gebieten. Denn nur durch den Betrieb von Pumpen können die Menschen in der Stadt langfristig ausreichend Wasser erhalten. UNICEF ist mit Partnern vor Ort, um die Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser zu versorgen.
In Aleppo brauchen zwei Millionen Menschen besonders dringend Wasser. Hunderttausende werden von UNICEF bereits mit Tanklieferungen versorgt. Wir müssen diese Hilfe ausweiten. Dafür brauchen wir Sie.

Bildunterschrift: On 5 August 2016 in Aleppo city in the Syrian Arab Republic, displaced families take shelter under makeshift tents on Muhalak highway in the western part of Aleppo city, after the latest wave of attacks.
As of 2 August 2016 in the Syrian Arab Republic, children in Aleppo city are again facing terrible threats from new intense attacks and fighting in the western parts of the city, while around 120,000 children are among the nearly 300,000 people cut off from life-saving humanitarian aid in the east. In the past few days, violence and fighting escalated with children in the line of fire. UNICEF is calling for immediate access to deliver urgently needed nutritional supplements, medicines, critical health supplies and clean water.
On the evening of 2 August 2016, mortar attacks threatened thousands of families in what became the front line neighbourhoods of ‘1070’ and al-Riyadah – a community of 25,000 people already displaced by the Syrian conflict, living in makeshift shelters. Over the past two years, UNICEF has worked intensively with other UN agencies and partners to support these displaced families with water supply, education, psycho-social support and health services. By night’s end, virtually all 25,000 people, including around 12,000 children, had fled the bombardments with nothing more than the clothes on their backs.

 

Juni 2016

Rückblick UNICEF Seelauf

Die UNICEF Hochschulgruppe bedankt sich herzlichst bei allen Teilnehmern und Sponsoren. Bei schönstem Sommerwetter haben 34 Läuferinnen und Läufer teilgenommen und sind insgesamt 121 Runden um den Unisee gelaufen. Vielen Dank für die großartige Stimmung und die zahlreichen Spenden. Noch sind nicht alle Spenden eingegangen, aber als Zwischenstand stimmt uns ein Ergebnis von ca. 2.200,- mehr als zufrieden.

UNICEF hat seit Jahren Erfahrung in der Region Südsudan und sind mit starken internationalen Partnern breit für die Nothilfe aufgestellt. Daher koordiniert UNICEF dort aktuell unter anderem die Bereiche Bildung, Ernährung und Hygiene.

Wasser, sanitäre Anlagen und allgemeine Hygiene
In Flüchtlingslagern wie in Juba, Tongping, Bor oder Melut organisiert UNICEF die Wasserversorgung für 250.000 Menschen: Sauberes Wasser grenzt Keime und Bakterien ein und verhindert für Kinder oft tödlich endende Krankheiten wie Durchfall.

Weitere Maßnahmen wie der Bau von Latrinen und die Ausgabe von Hygiene-Sets mit Seife, Zahnpasta und Waschmittel sind geplant und bedürfen der Finanzierung.

Dafür wird der UNICEF Seelauf einen kleinen Beitrag leisten.

 

April 2016

Aktion „Bremen räumt auf“ am 16.04.2016, Martinianleger

Bei Wind und Sonne war das WasserForum Bremen am Martinianleger an der Schlachte beim Aktionstag „Bremen räumt auf“ vertreten. Bremen ist über die Weser eine Quelle für Plastikmüll in der Nordsee. Wie viel Müll von hier tatsächlich ins Meer gelangt, lässt sich durch eine Betrachtung der Weserufer nur erahnen. Umso wichtiger ist es, dass sich „Bremen räumt auf“ unter dem Titel „Weserputzich“ u.a. auch dem Thema Gewässerschutz widmet. Das Wasserforum Bremen, ein Zusammenschluss von den NGOs wie biz, borda, unicef, Robin Wood und BUND, setzt sich für einen nachhaltigen Umgang mit der wertvollen Ressource Wasser ein. Wie trennt man seinen Müll eigentlich richtig? Und wieviel Liter Wasser verbraucht ein Deutscher durchschnittlich am Tag? Die Infos und Tipps zum nachhaltigen Umgang mit Wasser und Müll gab es am Mitmachstand. Selbst bei starkem Wind haben wir einige Interessierte beraten können.

 

März 2016

Versalzung von Werra und Weser – Aktuelles

Die durch Salzeinleitung belasteten Flüsse Weser und Werra sollen sauberer werden. Darauf einigten sich die Anrainerländer am Freitag in Berlin. So soll bis zum Jahr 2027 die Salzkonzentration in der Werra halbiert werden, wie Bremens Umweltsenator Joachim Lohse (Grüne) mitteilte. Für die Weser soll im selben Zeitraum ein ökologisch guter Zustand erreicht werden. Die Werra ist durch den Kalibergbau von K+S stark belastet und mündet in die Weser. Der Masterplan „Salzreduzierung“ bestehe aus drei Maßnahmen, die mit dem Unternehmen abgestimmt seien, erklärte Lohse. Mehr im Artikel.

Siehe:

weser-kurier, 19.03.16: Einigung über Salzreduzierung

weser Kurier, 30.03.2016: K+S will mehr Salz in die Weser pumpen

 

Was haben Erdbeeren mit Wassermangel zu tun?

Weltwassertag mit dem Wasserforum Bremen im Roland Center

Ohne Wasser ist kein Leben möglich. Es ist unser Lebensmittel Nummer eins. Wir brauchen es aber auch für viele andere Belange, z.B. für die Herstellung von jeglicher Art von Erzeugnissen. Jedes Produkt hat seinen eigenen Wasserfußabdruck, Erdbeeren aus Südspanien haben beispielsweise einen Wasserfußabdruck von ca. 350 Liter pro Kilogramm, das heißt, dass für die Produktion von einem Kilo Erdbeeren dort 350 Liter Wasser benötigt werden. Im Einkaufszentrum Roland Center konnten sich interessierte Besucher/-innen am Mitmachstand des Wasserforum Bremen über diese Thematik informieren. „Ich finde die Aktion gut, denn ich wusste gar nicht, dass für die Produktion von einer Jeans so viel Wasser benötigt wird. Ich finde es wichtig nachhaltig Einzukaufen“, meinte Raha F. aus Bremen Mitte.

Die Mitmachaktionen fanden im RaWWT 1hmen des Weltwassertags statt, dessen Thema dieses Jahr „Wasser und Arbeitsplätze“ ist. „Ohne Wasser kann nichts produziert werden. Viele Unternehmen könnten noch sehr viel sorgsamer mit dieser kostbaren Ressource umgehen. Gerade in sonnenverwöhnten, aber regenarmen Ländern leidet die Bevölkerung oder die Natur ohnehin bereits unter Wasserknappheit“, so Randy Haubner vom Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz). Das Wasserforum Bremen setzt sich für einen nachhaltigen Umgang mit Wasser – lokal und global ein, es ist ein Zusammenschluss von Bremer Entwicklungs- und Umweltverbände wie BUND Bremen, biz, Borda, Unicef und Robin Wood.

Ins Roland Center kommen die Menschen, uWWTm zu konsumieren. Das eigene Einkaufsverhalten beeinflusst indirekt über den Wasserfußabdruck auch die Wasserknappheit in anderen Ländern. Beispielsweise führt der intensive Obst- und Gemüseanbau in Südspanien zu Schwierigkeiten in der Wasserversorgung für die dortige Bevölkerung. Aufgrund des sinkenden Grundwasserspiegels wird das Wasser knapp und es müssen immer tiefere Brunnen gebohrt werden. Das Motto ist deshalb möglichst saisonal, regional, bio und fair einzukaufen, so werden Ressourcen, also auch Wasser und zudem das Klima geschont, meinen die Mitglieder des Wasserforums Bremen.

 

 

 

 

 

Februar 2016

Weltwassertag am 22.März  unter dem Motto „Wasser und Arbeitsplätze“

WWTDer Weltwassertag wird seit 1993 jährlich am 22. März begangen. Er steht in jedem Jahr unter einem anderen Thema. Der Weltwassertag ist ein Ergebnis der UN-Weltkonferenz über Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro. Der Weltwassertag 2016 steht unter dem Motto „Wasser und Arbeitsplätze“. Der diesjährige UN-Weltwasserbericht analysiert, wie bedeutend die Ressource Wasser für Wirtschaft und Beschäftigung weltweit ist. Der unter Federführung der UNESCO erarbeitete Weltwasserbericht wird am 22. März auf Englisch veröffentlicht.

Das Wasserforum Bremen unterstützt den WWT mit einer Info- und Mitmachaktion am 19.März im Rolandcenter von 10-14 Uhr.

Der offizielle Trailer zu World Water Day 2016 kann hier angeschaut werden.