„ Der letzte Fang “ – ein Dokumentarfilm von Markus CM Schmidt, 2012

Von Fischernetzen im Mittelmeer bis zur Thunfischauktion in Japan. In „Der letzte Fang“ reisen wir um die ganze Welt und erkunden die Abgründe der Überfischung – ein düsteres Geschäft, das unter starkem Druck steht und letztendlich etliche Arten bedroht. Zwei Fischerteams aus der südfranzösischen Küstenstadt Séte werden bei ihrer Arbeit begleitet. Unterschiedliche Traditionen unterscheiden die zwei Teams voneinander; und während eines der Familienunternehmen unter den strengen Auflagen des Thunfischfangs ums Überleben kämpft, zieht das andere seinen Nutzen aus Gesetzeslücken. Eine dieser Lücken ermöglicht es, an Libyens Küsten illegal zu fischen.

Außerdem begleitet das Filmteam den Fischfang-Experten Robert Mielgo, der sich seit langem gegen die Überfischung einsetzt. Die Tatsache, dass Robert Mielgo einst selbst auf der düsteren Seite dieser Industrie arbeitete und an Libyens Küsten illegal fischte, gibt der Geschichte eine besondere Brisanz. Mielgo entschied sich allerdings die Seiten zu von einem zynischen und rücksichtslosen Kriminellen zu einem engagierten Umweltschützer zu wechseln. Mit dem Wissen aus seiner Vergangenheit kämpft er in einem Wettrennen gegen die Zeit.

Neben einer klugen Erzählstruktur und geschickten Verknüpfungen der Recherche-Ergebnisse besticht DER LETZTE FANG vor allem durch die Kraft seiner Bilder und eine ausgereifte cineastische Bildsprache.

Das Kino city 46 zeigt den Film am Montag, 5.5. 20.00 Uhr in Gegenwart des Filmemachers Markus CM Schmidt und Vertreterinnen des Wasserforums Bremen, Aktive beim zivilgesellschaftlichen Bündnis zum Europäischen Tag der Meere

Weitere Vorstellungstermine (jedoch ohne Markus CM Schmidt):
Do. 1.5., 20.30 Uhr, Sa. 3.5. 18 Uhr, Di. 6.5. 18 Uhr

Ort: city46, Birkenstraße 1

Eintritt: 7€/5€