Versenkt und Vergessen: Atommüll vor Europas Küsten, 2013

Umweltaktivist*innen versuchten seit den 70iger Jahren, die Verklappung von Atommüll auf hoher See zu verhindern. Doch die Atomfrachter gewannen immer. Fässer mit radioaktiven Abfällen wurden einfach über Bord geworfen. Als die Öffentlichkeit erfuhr, was da auf See geschah, gewannen die Umweltorganisation Greenpeace ihren Kampf. Heute sind die mehr als 100 000 Tonnen radioaktiver Abfälle, die auf dem Meeresgrund vor Europa liegen, vergessen. Die Filmemacher Thomas Reutter und Manfred Ladwig haben sich mit einem Schiff und Spezialausrüstung auf die Suche nach den versenkten Atommüllfässern gemacht.

Seit 1995 ist es zwar weltweit verboten, Atommüll von Schiffen aus ins Meer zu kippen. Es ist aber immer noch erlaubt, radioaktives Abwasser von Land aus ins Meer einzuleiten. Und genau das geschieht jeden Tag. Wiederaufbereitungsanlagen pumpen flüssigen Atommüll in die Irische See und in den Ärmelkanal. Die Langzeitfolgen der atomaren Meeresverschmutzung sind weitgehend unbekannt. Das es darüber kaum Informationen gibt, ist kein Zufall: Die wahre Aktenlage wird geleugnet, heruntergespielt oder verheimlicht. Die Verantwortlichen beschönigen seit Jahren das wahre Ausmaß der Gefahren, die von dem versenkten und vergessenen „Atomendlager“ im Meer ausgehen.

Das Kino city 46 zeigt den Film am Dienstag, den 6.5. 20.30 Uhr in Gegenwart von Vertreterinnen des Wasserforums Bremen, Aktive beim zivilgesellschaftlichen Bündnis zum Europäischen Tag der Meere

Weitere Vorstellungstermine:
Fr. 2.5. 18 Uhr, So. 4.5. 18 Uhr

Ort: city46, Birkenstraße 1

Eintritt: frei