Veranstaltung zum palästinensisch-israelischen Wasserkonflikt, 8.11.2016

Am Dienstag abend, 8.11.2016, referierte der Hydrogeologe und Wasserspezialist Clemens Messerschmid im Überseemuseum Bremen in seinem Vortrag „Bis zum letzten Tropfen“ über die Wasserkrise in Palästina und den palästinensisch-israelischen Wasserkonflikt. Er lebt und arbeitet seit fast 20 Jahren in Ramallah. Messerschmid berichtete über die vergangene und aktuelle Situation der Wasserverfügbarkeit in Palästina, den Konflikt mit Israel und die ungleiche Verteilung der vorhandenen Ressourcen. Außerdem klärte er Wassermythen auf, z.B. „Israel ist ein trockenes Land.“ Der Hydrogeologe stellte heraus, dass unter Verwendung wissenschaftlicher und offizieller Daten die Wasserkrise keine natürliche, keine technische und keine klimatisch bedingte sei, sondern eine politische. Zum Ende stellte er die Rolle der „Geber“ (für sog. Entwicklungsprojekte) in Frage und kritisierte deren Inhalte, Planung und Umsetzung (wenn überhaupt möglich). Geberländer besäßen nicht den Mut, die kritische Wassersituation politisch und damit gerechter zwischen Konfliktparteien anzugehen. Im Anschluss an den interessanten Input gab es zahlreiche Fragen und Raum zur Diskussion.

Veranstalter: Deutsch-Palästinensische Gesellschaft Bremen e.V./ AK-Nahost-Bremen/ Israelisches Komitee gegen Hauszerstörung (ICAHD)/ Bremer Friedensforum/ Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz) / WASSERFORUM BREMEN